گفتگوی اشپیگل با مفسروتحلیگر مسایل سیاسی آقای عطریانفر(55 ساله اهل تهران) درباره کاندیدای انتخابات ریاست جمهوری ایران که بناست درماه جون برگذارشود
| Der Teheraner Publizist und politische Berater Mohammed Atrianfar, 55, über die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 12. Juni spiegel: Für das Amt des Staatschefs bewirbt sich nun auch der frühere Ministerpräsident Hossein Mussawi, 67. Welchem politischen Lager rechnen Sie Mussawi zu? Atrianfar: Er ist ein Konservativer, der die Prinzipien der Revolution achtet: Gerechtigkeit, Unabhängigkeit. Aber er zählt nicht zu jenen Konservativen, für die Präsident Mahmud Ahmadinedschad steht. Er war nie ein Hardliner. Das passt gar nicht zu ihm. Er ist ein Künstler, ein Modernist, ein Mann aus der Welt der Kultur. Mussawi steht daher eher für das Lager der Technokraten und Pragmatiker. Manche seiner Stellungnahmen, etwa wenn er mehr Offenheit fordert, klingen sogar reformorientiert.
spiegel: Es war viele Jahre vergleichsweise still um Mussawi. Was hat ihn bewogen, nun wieder in die Politik einzusteigen? Atrianfar: Er sagte neulich, er habe das Gefühl, das Land werde zugrunde gerichtet, wenn das Missmanagement der gegenwärtigen Regierung weitergehe. Er kandidiert, um Iran, die Revolution und das System vor dem Niedergang zu bewahren. spiegel: Hat Mussawi die Rückendeckung des religiösen Führers Ajatollah Ali Cha-menei, oder sind sie zerstritten? Atrianfar: Die Auseinandersetzungen liegen fast 30 Jahre zurück. Da ging es um die Kompetenzverteilung zwischen dem damaligen Premier Mussawi und Chamenei, der seinerzeit Präsident war. Jetzt aber wird ein Wahlsieg Mussawis die Flügelkampfe beenden, die durch die Kandidatur von Mo-hammed Chatami verschärft worden waren. Diese Entspannung wird die religiöse Führung sicher begrüßen. Außerdem hat Chamenei bei kulturellen und außenpolitischen Themen mehr Gemeinsamkeiten mit Mussawi als mit Chatami. spiegel: Nach Mussawis"Bewerbung hat Ex-Präsident Chatami seine Kandidatur zurückgezogen. Atrianfar: Chatami hatte sehr gute Siegeschancen. Sein Rücktritt erfolgte nicht aus Angst vor einer Niederlage. Aber viele behaupteten, seine Kandidatur führe zu Spannungen. Als verantwortungsvoller Politiker hat er sich mit seinem Rücktritt im Interesse des Landes geopfert. Und natürlich wurde ihm auch deutlich, welche persönlichen Gefahren ihm drohten. Seine Gegner versuchten, seinen Ruf zu ruinieren. Er musste sogar um sein Leben fürchten. spiegel: Sehen Sie Anzeichen dafür, dass der religiöse Führer Chamenei von seinem Schützling Ahmadinedschad abrückt? Atrianfar: Direkt unterstützt die Führung keinen der Kandidaten. Es sind die Männer um Chamenei herum, die den einen Kandidaten fördern und den anderen ablehnen. Als Chatami der Kandidat war, favorisierten diese Männer Ahmadinedschad. Mit einem Kandidaten wie Mussawi haben diese Leute kein Problem. Ich glaube, für die Führung macht es jetzt keinen Unterschied, ob Ahmadinedschad noch einmal gewinnt oder ob Mussawi kommen wird. Der religiöse Führer wird beide begrüßen.
| ترجمه جمعه جاغوری رضایی اشپیگل: آقای موسوی نخست وزیرسابق (67 ساله) خود را برای پست ریاست جمهوری نامزد کرده است.به نظرشماآقای موسوی به کدام جناح وابسته است؟ عطریانفر: اویک محافظه کاری است، که به اصول انقلاب یعنی عدالت واستقلال پای بند است. اما اوجزو آن دسته ازمحافظه کارانی نیست که طرفداراحمدی نژاداست. اوهیچ وقت تند رونبوده واین باشخصیت اوسازگارنیست. اویک هنرمند ویک مدرنیست است. شخصی ازدنیای فرهنگ. ازاین رواورامی شود جزوتکنوکرات هاوعملگراهادانست. بعضی موضع گیری های اوظاهراً شبیه به اصلاح طلبان است. اشپیگل: آقای موسوی سال های زیادی ساکت بود چه چیزی باعث شد که اودوباره به سیاست روی بیاورد؟ عطریانفر: اوجدیداً اظهارداشت: که او حس می کندوضعیت ایران روبه وخامت است ودولت کنونی دچارسوء مدیریت است برای جلوگیری ازادامه وخامت اوضاع اوخود رابه خاطرایران، انقلاب ونظام کاندید کرده است. اشپیگل: آیا رهبرمذهبی آقای آیت الله خامنه ای پشتیبان موسوی هست یاآنهامناسبات خوبی باهم ندارند؟ عطریانفر:چالش میان آنها سی سال پیش روی تقسیم صلاحیت ها بود که آنوقت موسوی نخست وزیر وخامنه ای رئیس جمهوربود. اماحالا پیروزی موسوی درانتخابات به درگیری جناح هاکه باورود آقای خاتمی تشدید یافت پایان خواهد داد. ورهبرمذهبی هم ازتنش زدایی استقبال می کند. ازطرفی خامنه ای ازنظرفرهنگی وسیاست خارجی با میرحسین موسوی وجوه مشترک بیشتری دارد تاباخاتمی. اشپیگل: بعد ازورود موسوی به صحنه انتخابات رئیس جمهورپیشین آقای خاتمی انصراف خودرااعلام کرد. عطریانفر: خاتمی بخت خیلی زیادی برای پیروزی داشت. انصراف اوبه دلیل ترس ازشکست درانتخابات نبود. بعضی ها معتقدند که نامزدی اومنجر به تنش می شد. اوبه عنوان یک سیاستمدارمسئول وبرای مصالح کشورش خود راقربانی نمود وانصرافش رااعلام کرد. البته اوتهدید های شخصی نیزدریافت کرده بود. رقیب اودرتلاش بود که آب روی اوراببرد. اوحتی دیگرجانش به خطرافتاده بود. اشپیگل: آیانشانه هایی رامی بیند که رهبرمذهبی خامنه ای ازحمایت خود ازاحمدی نجات دست بردارد؟ عطریانفر: رهبر به طورمستقیم ازنامزدهاحمایت نمی کند. اماکسانی دراطراف خامنه ای هستند که نامزد خاصی راپیشنهاد می کند وازنازمزدی خاصی جلوگیری به عمل می آورند. وقتی خاتمی خودراکاندید کرد این افراد شروع کردن به حمایت ازاحمدی نژاد. امابایک نامزدی مثل موسوی این ها مشکلی ندارند. من فکرمی کنم حالابرای رهبری دیگرچندان فرقی نمی کند که احمدی نجات باردیگربرنده شود یاموسوی روی کارآید. رهبرمذهبی ازهردویش استقبال خواهد کرد.
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